📅 Vereinschronik & Geschichte
📖 Kurz-Zusammenfassung (1907 - 2007)
⏳ Die drei großen Epochen der Vereinsgeschichte
Tippe auf eine Epoche, um den historischen Text aufzuklappen:
Der Märkische Seglerverein Beetzsee e.V. blickt im Jahre 2002 auf eine 95-jährige Vereinsgeschichte zurück. Segelbegeisterte Brandenburger gründeten am 12.04.1907, also noch zu Kaisers Zeiten, den alten Märkischen Seglerverein e.V.
Die Ansiedlung erfolgte am südwestlichsten Punkt des heutigen Großen Beetzsees, unmittelbar zwischen der östlichen Einfahrt in den von 1907 bis 1910 erbauten Silokanal und dem Gelände einer Düngemittelfabrik, die in der Gemarkung Massowburg errichtet wurde und ihren Betrieb in der Weltwirtschaftskrise der frühen 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts einstellen musste. Später, während des 2. Weltkrieges, diente dieses Fabrikgelände als Wehrmachtslager.
Unser Sportfreund Erhard Schleuß, dessen Vater Erich Schleuß langjährig als Kassenwart im MSV-Vorstand tätig war, hat uns eine Chronik hinterlassen. Aus dieser geht hervor, dass mittelständische Gewerbetreibende und Arbeitnehmer Mitglieder und Träger des Vereins waren, z.B. Fritz Mette (Werftbesitzer), Max Siegert (Werkmeister bei Fa. Wiederholz), Franz Wurgt (Korbmachermeister), Otto Gartz (Sparkassendirektor), Paul Mögling (Meister bei Brennabor), Rudolf Dippner (Juwelier) und andere. Aus der Reihe der Vereinsvorsitzenden sind uns lediglich G. Blumenthal (Eisenbahn-Oberingenieur) und Richard Schöne (Mitarbeiter im Elektrizitätswerk), der auch Eigner des legendären 30 qm-Kielkreuzers "Hevella" war, bekannt. Die Zahl der Mitglieder betrug etwa 50-60. Der MSV tritt am 22.08.1912 mit dem noch heute von uns geführten Stander als Bundesverein dem Deutschen Seglerbund bei. Dieser wurde 1934 in den Deutschen Wassersportverband übergeleitet. Auf dem Vereinsgelände entstand nach und nach ein kleiner Seglerhafen mit zwei Stegen, einer Slip-Anlage und einem Bootsschuppen aus Holz in Bretterstulpverschalung, der 1911 eingeweiht wurde. Dieser wurde 1937 an seiner Nordseite um etwa 15 m verlängert.
Einen Straßenanschluss hatte das Vereinsgelände nicht. Der Zugang erfolgte über den Treidelweg am Kanal entlang. Am Ende dieses Treidelweges, wo sich heute die Durchfahrt zum Großen Beetzsee befindet, war ein schmaler, flacher Kahn-Durchstich. Dahinter begann die sogenannte Bollmann-Insel, an deren Ostende ein Denkmal zur Silokanal-Eröffnung stand.
Auf dem Beetzsee herrschte damals, wie auch anderswo, die "Stille der Natur". Die Segler nutzten entweder die Windkraft oder die Handkraft (Ruder, Paddel, Staken). Bootsmotore, insbesondere solche, auf die man sich verlassen konnte, kamen erst später auf. Das Fahrtensegeln wurde demzufolge überwiegend als Tagestour betrieben. Übernachtungen auf den Booten waren selten und wohl teilweise auch unbequem.
Diese Umstände sowie das damals sehr zeit- und kraftaufwendige Mastlegen und -stellen an Brücken und Hindernissen schränkten den Aktionsradius der Segler vorerst ein. Fernfahrten, wie sie heute selbstverständlich sind, waren damals eine Besonderheit.
Anfangs wurden überwiegend Holzboote mit Gaffeltakelung, Baumwollsegel und teilweise segeltuchbespanntem Deck gefahren. Als "Rennzicken" wurden die 10 qm- und 15 qm-Rennjollen bezeichnet, die schnell und wendig waren und mit denen man bei Regatten Preise errang. 20 qm-Holzjollenkreuzer, teilweise von Siegert und Drewitz gezeichnet, kamen erst Anfang der 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts im Verein auf, der erste Stahl-20er noch später. Eine Besonderheit bildete für damalige Verhältnisse der von Max Siegert gezeichnete und gebaute 30 qm Kielkreuzer "Hevella" aus verzinktem Stahlblech und mit eingebautem Zweizylinder-Zweitakt-Motor.
Die Umgangsformen der Vereinsmitglieder untereinander entsprachen dem Stil der damaligen Zeit. Während des Segelns und im geselligen Vereinsleben wurde Bekleidung im "Marinestil" getragen. Die Farben weiß und blau dominierten bei Männern, Frauen und Kindern. Seglermütze, weißes Hemd und "etwas um den Hals" galten als normal. Segeln in Badebekleidung oder gar nackt, hätte als total unüblich gegolten.
Diese Yachtgebräuche lockerten sich in den 30er Jahren im Zuge der von den Nationalsozialisten, auch im sportlichen Bereich, betriebenen Gleichschaltungspolitik. Diese wurde von den meisten Vereinsmitgliedern kritisch beurteilt bzw. hingenommen, ohne Aussicht auf Veränderung. Während des 2. Weltkrieges waren viele Vereinsmitglieder zum Dienst an der Front eingezogen. Auch der Segelsport kam, wie viele andere gesellschaftliche Aktivitäten, zum Erliegen. Zwar wurde regelmäßig abgeslipt, um dem Austrocknen der Holzboote und der erhöhten Brandgefahr im Bootsschuppen entgegenzuwirken, aber bei Fliegeralarm und gelegentlichen Luftangriffen machte das Segeln auch keinen Spaß.
Als in den letzten Apriltagen des Jahres 1945 der 2. Weltkrieg in seine Endphase trat, die Rote Armee auch von Norden her auf die Stadt Brandenburg vorrückte, wurde the Silokanal nach Sprengung aller Brücken durch die Wehrmacht zu einer umkämpften Frontlinie.
Die im Schuppen des MSV liegenden Segelboote sollten auf Befehl der Wehrmacht unbrauchbar gemacht werden, damit sie von der Roten Armee nicht zum Übersetzen auf die andere Kanalseite hätten genutzt werden können. Es gelang, die sofortige Zerstörung der Boote dadurch zu verhindern, dass sie unverzüglich abgeslipt und von Vereinsmitgliedern über den Kleinen Beetzsee in Mühlenfließ und andere Bootshäfen gebracht bzw. vorsorglich selbst versenkt wurden.
Nachdem die etwa eine Woche andauernden Kampfhandlungen in Brandenburg vorbei waren, stellte sich heraus, dass der Bootsschuppen des MSV diese überstanden hatte, der größte Teil des über oder unter Wasser liegenden Bootsbestandes jedoch durch Splitter- und Geschosseinwirkungen stark zerstört bzw. entwendet worden war. In einer letzten, durch Mundpropaganda einberufenen Versammlung einiger MSV-Mitglieder (Versammlungen waren damals noch verboten) wurde im September 1945 beschlossen, die noch brauchbaren Bootskörper zu bergen und aufzuslippen.
Es dauerte Monate und Jahre, bis nach den Ereignissen des Jahres 1945 wieder neue Voraussetzungen für das Segeln auf dem Beetzsee im Vereinsmaßstab geschaffen wurden.
In den ersten Jahren nach Kriegsende ging es den Menschen unserer halb zerstörten Stadt vorrangig um das Lebensnotwendige und die Normalisierung ihres Alltags. Weiße Segel tauchten daher erst wieder in den Sommermonaten 1947 und 1948 vereinzelt auf dem Beetzsee auf.
Die übrig gebliebenen Mitglieder des alten MSV schlossen sich den Seglern vom Grillendamm an. Vereine im herkömmlichen Sinne gab es nicht mehr. Die Entwicklung des organisierten Sports in der jungen DDR erfolgte in Betriebssportgemeinschaften (BSG), die nach Sportarten in Sektionen unterteilt und denen Trägerbetriebe zugeordnet waren.
Die Volkswerft "Ernst Thälmann" Brandenburg (vorher Werft der Gebrüder Wiemann) wurde Trägerbetrieb der neu gegründeten BSG Motor Nord, die das Recht auf Nutzung des Bootshauses und des Geländes des alten Märkischen Seglervereins e.V. erhalten hatte.
Peter Wernicke, einem Mitarbeiter der Werft, ist zu verdanken, dass am 01.09.1951 die Sektion Segeln der BSG Motor Nord an dieser Stelle gegründet wurde. Im Frühjahr 1949 hatte er als begeisterter Wassersportler bereits die Sektion Kanu dieser BSG hier gebildet, die Keimzelle des erfolgreichen Beetzsee-Kanusports, aus dem die mehrfache Olympiasiegerin und Weltmeisterin Birgit Fischer hervorging. Der erste Leiter der Sektion Segeln war Peter Wernicke (1951-1954), dann folgten Erich Kausmann (1955) und Walter Dengler (1956-1965). Zu den ersten Mitgliedern gehörten u.a. Georg Schumacher, Albert Karbe, Rudi Krienke und Theodor Dlugaiczyk.
Der Trägerbetrieb, die Werft, ermöglichte Mitgliedern der beiden Sektionen, die größtenteils auch Betriebsangehörige waren, den Eigenbau von Booten. Die Mitglieder kauften das Material von der Werft, diese stellte ihnen eine Bauplatz zur Verfügung und gebaut wurde nach Feierabend. Auf diese Weise wurden von den Seglern zunächst 4, später weitere 13 Piraten-Jollen gebaut und als Eigentum der Erbauer sportlichen Zwecken zugeführt. In kameradschaftlicher Zusammenarbeit der Segler, die zum Teil auch gelernte Schiffbauer waren, wurden ab 1954/55 mit Unterstützung der Trägerbetriebe viele 20 qm-Stahljollenkreuzer (SR) im Roh- und Ausbau geschaffen..
Auch die "Norda", ein 30 qm-Jollenkreuzer in Leichtbauweise von Schumacher und Karbe, entstand so.
Die Werft übergab 1954 den Sportlern eine Motorbarkasse mit dem Namen "Hanno Günther". Diese wurde 1962 durch ein von Georg Schumacher konstruiertes und in Gemeinschaftsarbeit gebautes größeres und leistungsstärkeres Motorboot ersetzt. Beide Boote wurden alljährlich für Urlaubsschlepps in märkische und mecklenburgische Gewässer, zur Regattabetreuung und für Gästefahrten eingesetzt. Das letztgenannte Motorboot dient dem MSVB und den Vereinen des Reviers noch heute.
Wie Kurt Birnbaum und Jürgen Raeuber, langjährige Chronisten der Sektion, berichten, wuchsen die Mitgliederzahlen und der Bootsbestand von Jahr zu Jahr an. Ausgehend von einem Dutzend Mitgliedern und wenigen Booten im Jahre 1951 waren es 1960 95 Mitglieder mit 68 Booten. Neue Unterbringungsmöglichkeiten mussten daher geschaffen werden.
Die Steganlagen wurden erweitert. Der hölzerne Bootsschuppen aus dem Jahre 1911 wurde ab 1955 von Seglern und Kanuten in einen Massivbau umgewandelt. Gleichzeitig wurden den Seglern von den staatlichen Organen die völlig verwahrlosten und zum Zeit zerstörten Gebäude der benachbarten ehemaligen Düngemittelfabrik zur Nutzung übergeben. Deren Erneuerung und die Gestaltung des dazugehörigen Geländes war ein Aufbauprojekt, das mit Unterstützung der Trägerbetriebe und erheblichem Arbeitsaufwand der Sektionsmitglieder realisiert wurde. Über mehrere Jahre hinweg wurden in vielen tausend gemeinnützigen, unentgeltlichen Arbeitsstunden der Mitglieder Werte geschaffen, die heute noch vielen Menschen zugute kommen.
1957 konnte als Ersatz für die alte Slipbahn ein selbst errichteter Kran mit Handbetrieb, der später elektrifiziert wurde, in Dienst gestellt werden.
Von Anfang an entwickelte sich damals eine breite Regattabeteiligung auf Kreis- und Bezirksebene. Diese führte in den nationalen Bootsklassen nach entsprechender Qualifizierung zu Teilnahmen an zentralen Regatten. Stellvertretend für alle Aktiven sei nur der 1960 und 1964 errungene Titel des Deutschen Meisters in der H-Jollenklasse von Hansi Gauglitz/Manfred Städtner auf H 407 genannt.
Bereits 1955 konnten sich Erhard Schleuß/Rolf Nölte mit R 104 für die Deutsche Meisterschaft in der 20 qm- Jollenkreuzer-Klasse qualifizieren.
Aber nicht nur beim Segeln und Arbeiten war man beieinander, man feierte auch zusammen. Es gab alljährlich Seglerbälle, die später als kreisliche Veranstaltungen von den Segelsektionen des Reviers gemeinsam getragen und unter Regie von Seppel Riewe dekorativ gestaltet wurden. Sportfeste, Kinderfeste, Weihnachtsfeiern, Skat und Rommé, sogar Winterwandern und Angeln gehörten dazu.
Dann kam eine Veränderung: Die Volkswerft "Ernst Thälmann", die überwiegend Logger und Trawler für die Fischfangflotten der Sowjetunion im Rahmen von Kriegsreparationen, aber auch für anderen Bedarf, gebaut hatte, stellte am 31.12.1962 ihren Betrieb ein. Günstigere Produktionsstandorte an der DDR-Ostseeküste waren entstanden. Der mitten in der Stadt Brandenburg gelegene Werftstandort war nicht mehr optimal.
Ein neuer Trägerbetrieb mit einer Betriebssportgemeinschaft musste gefunden werden. Es war dies ab dem 01.01.1963 der VEB Stahl- und Walzwerk Brandenburg, dessen BSG Stahl, Sektion Segeln die Segler der ehemaligen BSG Motor Nord als Gruppe mit aufnahm. Rund 27 Jahre gehörte die Sektion dieser großen und leistungsstarken BSG an. Als Sektionsleiter fungierten Siegfried Will (1965-1975), Siegfried Wagner (1976-1977) und Kurt Birnbaum (1978-1991).
Es war eine für den Segelsport und das Gemeinschaftsleben erfolgreiche Zeit. Bis zum Jahre 1988 stieg die Anzahl der Mitglieder auf 178, die Anzahl der Boote auf 113, davon 27 sektionseigene und 86 private.
Der Kinder- und Jugendsport legte im Rahmen der Nachwuchsförderung kräftig zu.
Am Anfang waren es 4 von Arthur Draeger und weiteren Sportfreunden selbst gebaute Holz-Optimisten, die der Schriftsteller Käpt'n Ludwig Turek am 27.04.1969 taufte. Nach und nach kamen Plast-Jollen in den Kinder- und Jugendklassen zum Einsatz. Etwa 30 Nachwuchssegler wurden regelmäßig trainiert und erzielten auf Kreis-, Bezirks- und zentraler Ebene gute Regattaergebnisse.
Aber auch im Regattasegeln der Senioren ging es voran. Stellvertretend sollen hier nur die Namen von Hansi Gauglitz, Günter Wohlgemuth, Erhard Schleuß, Gebrüder Hanitzsch, Seppel Riewe, Achim Neumann und Ulli Langhoff genannt werden, die bei vielen Regatten Spitzenplätze belegten.
Im Laufe der 70er Jahre wurden im Eigenbau durch Sektionsmitglieder 5 seegängige Stahl-Hubkielkreuzer (sogenannte "Heringsfänger") und später 4 seegängige Plast-Hubkielkreuzer gebaut.
Damit wurde der Aktionsradius der Mitglieder von den Binnengewässern über die Oder in DDR-Küstengewässer erweitert. Einzelne Segler konnten damit auch an Seesegel-Regatten (z.B. Dieter Wernitz 1977 erstmalig an DDR-Meisterschaften im Seesegeln) teilnehmen. Einen Höhepunkt bildete das von der Sektion unter Regie von Siegfried Wagner am 17./18.8.1984 ausgerichtete X. Zentrale Fahrtenseglertreffen. 630 Segler auf 250 Booten aus vielen Bezirken bevölkerten damals den Beetzsee.
Die politische Wende im Spätherbst 1989 leitete auch in unserer Stadt tiefgreifende ökonomische und soziale Veränderungen ein. Diese wirkten sich ebenso auf den Segelsport aus. Das Stahl- und Walzwerk Brandenburg, bislang Trägerbetrieb der BSG Stahl, wurde treuhänderisch abgewickelt. Viele Mitarbeiter und Sportfreunde verloren ihren Arbeitsplatz. Die Zukunft der Sektion Segeln und ihres Sportgeländes am Beetzsee war ungewiss. In dieser Situation war es dringend notwendig, dass die Sportgemeinschaft sich am 25.04.1990 in einer Gründungsversammlung als selbständiger Verein mit eigener Satzung neu konstituierte. Man knüpfte hierbei bewusst an die Tradition des alten MSV an, der sich an gleicher Stelle im Massowburg-Gelände im Jahre 1907 gegründet hatte. Bereits am 22.05.1990 war die Eintragung im Vereinsregister der Stadt Brandenburg rechtskräftig als e.V. vollzogen.
Die Segelsaison 1990 begann schon vor der Währungsunion "grenzenlos spontan". Am 01.05.1990 nahmen MSV-Mitglieder mit ihren Booten am 1. Gemeinsamen Ansegeln Berliner und Brandenburger Segler beim Seglerverein Stößensee e.V. teil. Wenig später wurden, unter maßgeblicher Mitwirkung von Thomas Gälde, Kontakte zum Berliner Yacht-Club am Wannsee geknüpft. Diese führten nun schon über ein Jahrzehnt hinweg zu gegenseitigen Besuchen und Sportfreundschaften.
Einige Mitglieder machten bereits im Sommer 1990 vom Beetzsee aus Urlaubstörns nach Dänemark und Schweden. Die Besatzung Wernitz/Kühnemann nahm auf der "Having" am "Baltic Traditional 1990" teil. Seit 1991 ist der MSVB Mitgliedsverein im Verband Brandenburgischer Segler und im Deutschen Segler-Verband.
Neuer Vereinsvorsitzender nach Kurt Birnbaum (Ehrenmitglied) wurde Bernhard Nowak (1991–1993). Seit 1993 ist Peter Schrader Vereinsvorsitzender. Ihnen allen und weiteren Aktiven (z.B. Franz Türk, Horst Klüß, Helmut Karau) hat der Verein in der damals schwierigen Entwicklungsphase viel zu verdanken.
Erst im Herbst 1993 kam es zu klaren Rechtsverhältnissen hinsichtlich des Vereinsgeländes. Rechtsstreitigkeiten mit der Fischereischutzgenossenschaft Havel beschäftigten die Leitung noch jahrelang. Erfreulich entwickelten sich dagegen sportfreundschaftliche Beziehungen mit den Päwesiner Anglern, mit Urlaubsanlegern aus nah und fern, die am Vereinsgelände und bei Herbert Grudnowski, dem Inselwart der Kanincheninsel, festmachten.
Nach und nach wurden von einigen Mitgliedern modernere, größere Segelboote, meist Kielboote, gekauft und in Dienst gestellt. Der Eigenbau von Booten kam völlig zum Erliegen. Dafür wurde, überwiegend in Eigenleistung und mit Hilfe von Sponsoren und Fördermitteln, ein neuer Gemeinschaftsraum (1994/95) gebaut und ein vorhandenes Gebäude als Jugendstützpunkt (1999/2000) eingerichtet.
Klaus Jorra, der mit seiner selbst gebauten "PAN 4" bereits 1992 vom Beetzsee aus einen Törn nach St. Petersburg, Helsinki, Gotland und zurück unternommen hatte, startete mit seiner Crew am 01.07.1996 zum bisher längsten Törn in der Vereinsgeschichte: Beetzsee - Hamburg - Atlantik - Kanarische Inseln - Mittelmeer - Südfrankreich - Rhein - Mittellandkanal - Beetzsee (insgesamt rund 5000 Seemeilen oder 9000 Kilometer).
Jörg Aleith (Post Magdeburg) errang gemeinsam mit Heiko Kalinna (MSVB) 1992 und 1993 den Titel als Deutscher Meister in der Klasse XY-Jolle. 1994 wurden sie Landesmeister in Berlin und Brandenburg.
Kalle Werner, selbst aktiver Katamaran-Segler, fuhr mit seinen Kindern Marc und Maren sowie weiteren Mitglied der Kinder- und Jugendgruppe jahrelang erfolgreich zu Regatten und engagierte sich mehrfach als Sponsor und Betreuer in gemeinsamen Trainingslagern der Brandenburger Vereine am Gardasee (Italien).
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